Aufruf der Bundesagentur für Einkommen zum 1. Mai 2009
An die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland
Zu den Demonstrationen am 1. Mai 2009 empfiehlt die Bundesagentur für Einkommen den Appellen für Vollbeschäftigung nicht zu folgen. In Zeiten produktivitätssteigernder Rationalisierungen stellen Aufrufe zur Vollbeschäftigung nichts als einen Ausdruck von Realitätsverlust dar. Um „Vollbeschäftigung“ herzustellen müsste man die Wirtschaft an der Modernisierung hindern, massiv Löhne senken oder künstlich steuerfinanzierte „Arbeit“ schaffen.
Die Bundesagentur für Einkommen rät demgegenüber, sich für ein bedingungslos an Alle ausgezahltes Grundeinkommen einzusetzen. - Ein Bedingungsloses Grundeinkommen gibt den Menschen die Sicherheit, in Zeiten des Wegfalles alter Arbeitsverhältnisse und Arbeitsnotwendigkeiten nicht in die Falle zwischen Einkommenslosigkeit und staatlich erzwungener Schein-Beschäftigung zu geraten. - Es gibt ihnen die Möglichkeit, in den sich wandelnden gesellschaftlichen Strukturen in freier Weise sinnvoll tätig zu sein. - Außerdem stärkt es in Wirtschaftskrisen auf gerechte Weise den Konsum.
Aus der Rubrik "Wortkontrolle" der Schweizer Weltwoche:
"Das Politprogramm zum «Tag der Arbeit» 2009 geht den Weg Richtung Arbeitsfreiheit konsequent weiter. Unter dem orthografisch etwas eigenwilligen Titel «Schufften und doch kein Geld» verlangen die Programmverantwortlichen ein «bedingungsloses Grundeinkommen» für alle. Jeder soll ohne Ansehen der persönlichen Verhältnisse, ob mit oder ohne Erwerb, «ein Einkommen für sein Leben in Selbstbestimmung und kultureller Teilnahme auf bescheidenem, aber nicht notleidendem Niveau» erhalten.
SP-Ständerätin Anita Fetz lobt, mit diesem Ansatz sei vielleicht «Gerechtigkeit für alle» möglich. Und nebenbei könnte man den «Tag der Arbeit» endlich als das begehen, was er heute schon ist: als «Tag der Nichtarbeit»." "Tage der Arbeit" ohne Arbeit
Was ist Arbeit? Was heisst es von einem Einkommen abhängig zu sein? Wann gibt es Gerechtigkeit für alle?
"Das bedingungslosen Grundeinkommen soll allen eine gesicherte Existenz und eine Teilnahme am gesellschaftlich kulturellen Leben ermöglichen. Wie soll das genau funktionieren? Und wie lässt sich diese Idee finanzieren und politisch umsetzen?" 2. Mai, 21.00, Glasplalast, Kasernenareal, Zürich
Nach dem Film diskutieren wir mit Katharina Prelicz-Huber (Nationalrätin Grüne), Hans Baumann (unia Ökonom) und dem Publikum.
Eine Veranstaltung der "jungen grünen" im Rahmen der 1. Mai Veranstaltungen in Zürich.
Gold und Geld - Veranstaltungsreihe im unternehmen mitte
«Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen!». Der gute, alte Goethe fasst die Geschichte, wie so oft, gut zusammen. Denn Gold ist mehr als nur ein Element. Gold ist Metall, Element, Symbol, Fetisch, Schmuck, Wert etc. pp. — Für den Philosophen Bertrand Russel war die Vorstellung, Gold in einem Safe aufzubewahren absurd: Warum erst das Gold aus den Tiefen der Erde ausgraben, um es gleich wieder in den Abgründe einer Bank zu verstecken? Dies ist eine gute Frage. Viermal wollen wir uns in einem ehemaligen Safe mit Gold und Geld aus verschiedenen Perspektiven beschäftigen.
6. bis 27. Mai 2009, jeweils mittwochs um 18 Uhr Ort: Safe der ehemaligen Schweizerischen Volksbank unternehmen mitte, Gerbergasse 30, Basel
Grundeinkommen wird Bürgerbewegung - INFOMAIL 09/2
Man kann viel reden vom Bürger als Souverän in einer Demokratie. Das Grundeinkommen macht ernst damit. Es kommt Praxis in die Ideale. Wieviele das gut finden, zeigt die Petition von Susanne Wiest für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Aber die Parlamentarische Politik war noch gar nicht eingerichtet für die Bürger. Gleich brach der Bundestags?Server für die Mitunterzeichnung zusammen. Mit dem Grundeinkommen erhält die Demokratie eine Bevölkerung. ...
Wirklich ist das Grundeinkommen eine Bürgerbewegung: Chaotisch, undogmatisch, kreativ. Jeder kann. Die neue Grundeinkommensbewegung hat Humor und keine Zentrale. Sie organisiert sich freundschaftlich, internetbasiert, herzlich intelligent. Eine Kulturbewegung. Die Geschichte findet jetzt statt. Frühling 2009. ...
Aufruf zur 2. Woche des Grundeinkommens vom 14. - 20.9.2009
Erstmals rufen zahlreiche und verschiedene Initiativen, Netzwerke, Gruppen und einzelne Personen gemeinsam zu einer Aktionswoche Grundeinkommen auf.
Eine bunte, kreative Plattform soll es werden.
Hier der Link zur Website: www.woche-des-grundeinkommens.eu (Im Aufbau) Der Aufruf kann von Gruppen, Initiativen, Organisationen und Einzel-Personen unterzeichnet werden.
Herzliche Einladung zur diesjährigen Kulturlandsgemeinde am 2./3. Mai in Heiden im Kanton Appenzell Ausserrhoden.
Thema ist die die Finanz- und Wirtschaftskrise. Wir diskutieren mit prominenten Denkern (Hans Christoph Binswanger, Peter Sloterdijk u.a.), zeigen Ausschnitte aus dem Film Grundeinkommen und sind im Gespräch mit den Gästen:
Erstes öffentliches Bürgergespräch in Freiburg i.B.
Kürzlich wurden wir von einer Künstlergruppe aus Freiburg angefragt für ein Gespräch zum Grundeinkommen. Die Gruppe hatte vor ein paar Wochen den Film mit über 100 Interessierten aus ihrem Quartier geschaut und wollen nun etwas unternehmen.
Nun haben wir vorgeschlagen ein öffentliches Bürgergespräch zum Grundeinkommen zu organisieren. Dafür konnten wir auch Götz Werner und weitere AktivistInnen aus Freiburg gewinnen.
Am 29. April 20.00 ist es soweit: Festsaal der Freien Waldorfschule Bergiselstrasse 11, FR - St. Georgen Einladung als PDF
Psyche, Macht und Grundeinkommen - Götz Werner in Basel
Götz Werner im unternehmen mitte, 2006 (Foto: Stefan Pangritz) Herzliche Einladung zu einer Veranstaltung im Rahmen des Seminars "Psyche und Macht" mit Götz Werner an der Universität Basel:
Mittwoch, 29. April 2009, 12.15-13.45 Vortrag und Diskussion mit Prof. Götz Werner Psyche, Macht und Grundeinkommen Aula der Universität Basel, Petersplatz 1 Moderation: Ueli Mäder, Soziologe
Es ist der beste und intelligenteste April-Scherz seit ich mich erinnern kann. Genial ist nicht nur die Wendung von "Bundesamt für Arbeit" auf "Bundesamt für Einkommen" - dieser notwendige Gedankenschritt wird z.B. von Florian Lück www.arbeitsuchteinkommen.de in unserm Film vorgezeichnet - sondern gerade die Tatsache, dass es sich um einen Scherz handelt. Der Humor ist es, der die Wirklichkeit erst recht ins Licht rückt. Dass das Bundesamt für Arbeit keinen Humor versteht, zeigt dessenheutige Pressmitteilung. Schon wieder TOR!!!
Über den weiteren Spielverlauf kann man sich beim Live-Ticker Archiv Grundeinkommen oder direkt beim Bundesamt für Einkommen informieren. Dort findet man auch weiterhin das begehrte offizielle Antragsformular für ein bedingungsloses Grundeinkommen.
Heute erreichte uns noch eine Mail aus dem hohen deutschen Norden, die wir gerne ungekürzt zitieren:
"Wer Internetseiten nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte verlinkt, wird mit einem Grundeinkommen bestraft! Wünsche allen ein schönes Wochenende. L. aus K."
"Der Film „Grundeinkommen“, den das Team des Free Cinema gemeinsam mit dem Kreisverband der Grünen am Wochenende in Lörrach zeigte, bescherte drei Abende volles Haus. Insbesondere am Samstag abend konnte der Kinosaal den Besucheransturm kaum noch fassen. Anlass war eine Podiumsdiskussion im Anschluss an den Film. Moderiert von Anke Dietrich aus Basel diskutierten die Schauspielerin Isabelle Fortagne, die Schopfheimer Abiturientin Godiwa Jung, der Produzent des Filmes und Betreiber eines Kaffee- und Kulturhauses in Basel, Daniel Häni, der Lörracher Unternehmer Ulrich Leibfried sowie der Vorstand des OV der GRÜNEN, Dietmar Ferger, gemeinsam mit den Zuschauern.
Die gesellschaftlichen Auswirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens werden inzwischen von vielen Menschen aus allen politischen Richtungen als notwendige Rahmenbedingung zur Lösung der sozialen und gesellschaftlichen Probleme gesehen. Die Vorstellungen reichen dabei von einer minimalen Grundsicherung, die praktisch einen Zwang zur zusätzlichen Erwerbsarbeit bedeutet, welches von neoliberalen und konservativen Kräften vertreten wird, bis zu einem reichlich ausgestatteten Grundeinkommen im linken Parteispektrum, welches dem Menschen als finanzielles Bürgerrecht zustände und zusätzlichen Handlungsspielraum wie auch Souveränität zugestehen würde. Deutlich wurden die positiven Auswirkungen eines Grundeinkommens ebenso wie die volkswirtschaftliche Absurdität der jetzigen Regelungen. „Wenn einer Abiturientin vom Arbeitsamt nahegelegt wird, zu arbeiten, um aus Hartz IV herauszukommen, statt zu studieren, ist das die maximale Verschwendung unseres volkswirtschaftlichen Potentials“ – so Dietmar Ferger. "Das Grundeinkommen ist gerade jetzt interessant, weil wir damit unsere Vorstellungskräfte stärken und ausbilden können, wohin unsere Gesellschaft führen soll", meinte Daniel Häni, "wenn es dann mal eingeführt ist, wird es eine Selbstverständlichkeit sein, wie etwa heute, dass der Mensch von einem Ort zum anderen fliegen kann." Die rege Anteilnahme am Film und Diskussion zeigte, wie sehr das Thema Grundeinkommen die Menschen bewegt.
Um die komplexe Thematik durch Informationen und Aktionen weiter zu verbreiten, treffen sich Interessierte am Freitag 3. April um 20.00 Uhr in der Kulturwerkstatt in der Riesstraße 4 in Lörrach – neue Gesichter sind immer herzlich willkommen."
Auf der Website der Bundesagentur für Einkommen ist seit heute das Antragsformular für ein bedingungsloses Grundeinkommen veröffentlicht. Einfach runterladen, ausfüllen und nach Nürnberg schicken.