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Einkommen
schafft Arbeit ... Mehrwert
durch Grundeinkommen
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Editorial
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Einkommen schafft Arbeit?
Sagten meine Eltern nicht das Gegenteil? Erst
die Arbeit schafft das Einkommen. Hand aufs Herz,
wie ist es heute in Wirklichkeit? Eine Studie
zeigt: Kinder, die für ihre Zeichnungen und
Bilder nicht belohnt werden, sind produktiver
als Kinder, die mit einer Belohnung rechnen. Bei
Erwachsenen ist das dann anders?
Genau genommen arbeitet
niemand fürs Geld, sondern findet den Sinn
und den Grund seiner Arbeit in der Arbeit selbst
und in dem, für wen und für was sie
ist. Sonst geht es ihm schlecht und der Arbeit
auch. Aber weil jeder ein Einkommen braucht, erklärt
man sich die Motivation zur Arbeit am liebsten
mit dem Einkommen. Doch Einkommen und Arbeit hängen
nicht so miteinander zusammen, wie Geld gegen
Ware.
In der heutigen Gesellschaft,
in der keiner mehr sich selbst versorgt, sondern
wir uns alle gegenseitig versorgen, in der einer
die Kartoffeln für 100 andere anpflanzt,
in der Erfindungen, Methoden und Maschinen einen
immer größeren Anteil an der Mehrwertbildung
ausmachen, ist es da nicht an der Zeit, jedem
Menschen ein Einkommen zu gewähren unabhängig
von dem, was er tut? Denn ein Einkommen braucht
jeder zum Leben, zum Kaufen. Einkommen ermöglicht
Arbeit. Nicht nur wegen der kaufkräftigen
Nachfrage, die ein Einkommen ergibt, sondern weil
das Einkommen für jeden die Voraussetzung
ist, selbst tätig zu werden. Das gilt nicht
nur für bezahlte Arbeit, sondern genauso
für unbezahlte und unbezahlbare Arbeit. Ein
großer Teil dessen, was wir für unser
Leben brauchen, entstammt unbezahlter Arbeit.
Geld allerdings schafft Bewusstsein von Arbeit.
Das Grundeinkommen kommt
nicht irgendwann. Es beginnt schon mit dem eigenen
Denken, was wäre, wenn? Was wären die
Konsequenzen, welche Möglichkeiten bietet
es? Ist es eine Utopie, ein Traum? Oder träumen
wir an den realen Verhältnissen vorbei, wenn
wir uns nicht damit auseinandersetzen?
Ein Grundeinkommen kann
auch durch die Hintertür kommen. Wir wollen
die Vordertür beleuchten. Die Frage ist weniger,
ob ein Grundeinkommen irgendeiner Art kommt oder
nicht, als viel mehr, mit welchem Bewusstsein
wir es ausstatten. Wie wollen wir es haben? Was
soll es sein? Worauf müssen wir achten?
Die Wirtschaft produziert
im Überfluss. Sie könnte auch noch mehr
produzieren, wenn die Nachfrage da wäre.
Das ist ein Erfolg. Und was machen wir nun mit
diesem Erfolg?
Viel persönliche Initiative und individuelle
Arbeit an den vorrangigen Aufgaben der Zeit, freie
Arbeit aus Zuneigung, kulturelle, pflegende, innovative
Leistungen bleiben liegen, weil sie nicht in den
Rahmen von Erwerbsarbeit passen. Es gibt so viel
Arbeit, wie es Menschen gibt. Aber längst
nicht so viel Erwerbsarbeit. Ein Einkommen braucht
jeder.
Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen vernünftig?
Die zeitgemäße Antwort auf die realen
Verhältnisse? Ist das Recht auf Leben ein
Recht auf Einkommen? Resultiert Leistung aus Zwang?
Ist Grundeinkommen Gleichmacherei? Eröffnet
es die Chance zu neuen Biografien? Welcher Mentalitätswechsel
ergäbe sich mit einem bedingungslosen Grundeinkommen
beim Einzelnen und in der Gesellschaft? Was würde
da alles gemacht, und was nicht mehr?
Bedingungsloses Grundeinkommen
heißt, jeder bekommt es: der Millionär
wie die alleinerziehende Mutter, Kinder auch
ein Leben lang. Wie hoch soll es sein? Ein ausgezahlter
Steuerfreibetrag, eine Mehrwertvergütung
aus dem Konsum? Finanziert aus einer Konsumsteuer,
die alle anderen Steuern zusammenfasst? Mehr demokratische
Transparenz, weniger Bürokratie, eine Steuer,
vor der man nicht weglaufen kann? Ein Grundeinkommen,
das die Mehrzahl der heutigen Sozialleistungen
beinhaltet?
Für viele mag die Frage
nach dem Grundeinkommen neu sein und noch weit
weg. Im 20. Jahrhundert wurde sie diskutiert,
blieb aber eher Wissenschaftlern und einzelnen
Politikern vorbehalten und blieb da liegen.
Jetzt sind wir im 21. Jahrhundert. Sowohl die
Verhältnisse, als auch die Menschen haben
sich verändert und vor allem: Die Idee eines
Grundeinkommens zeigt sich anders. Sie betrifft
heute jeden Menschen.
Diese Wahrnehmung veranlasst uns zu der Veranstaltungsreihe
im unternehmen mitte. Wir haben dazu
zahlreiche Persönlichkeiten eingeladen, um
aus verschiedenen Gesichtspunkten die Fragen zu
konkretisieren. Sie sind dazu eingeladen. Schauen
und hören Sie rein. Denken Sie und sprechen
Sie mit.
Enno Schmidt und Daniel
Häni
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Dienstag
26. September |
20.30 | Halle
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Grundeinkommen
ein Kulturimpuls
Die Idee eines bedingungslosen
Grundeinkommens hat im 21. Jahrhundert eine neue
Form angenommen. Die Debatte erreicht die Öffentlichkeit
und wird zum Kulturimpuls.
Brennende Fragen nach einem zeitgemäßen
Menschenbild und seinen gesellschaftlichen Formen
in Kultur, Politik und Wirtschaft sind gestellt.
Kernbegriffe sind Freiheit und Kreativität,
Selbstbestimmung und Menschenrecht, Innovation
und Gemeinnützigkeit. Es geht um einen erweiterten
Arbeitsbegriff, bei dem die Würde des Menschen
im Zentrum steht.
Eröffnungspodium:
Christof Dietler,
Chur, dietler clavadetscher neues unternehmen,
1995-2003 Geschäftsführer von Bio Suisse
Margit Appel,
Wien, Politologin und Mitarbeiterin der Katholischen
Sozialakademie, Netzwerk Grundeinkommen
und sozialer Zusammenhalt
Bodo von Plato,
Basel, Vorstandsmitglied am Goetheanum und u.a.
Mitbegründer der Forschungsstelle Kulturimpuls
Martin Lötscher,
Zürich, Herausgeber soDA, Zeitschrift/Zeitbild
für Kunst und Kultur
Brigitta Gerber,
Basel, Ethnologin und Historikerin,
Grossrätin / Statthalterin / Grünes
Bündnis / BastA!
Daniel Häni,
Basel, Unternehmer, Mitbegründer des unternehmen
mitte und der Initiative Grundeinkommen
Moderation:
Enno Schmidt,
Künstler, Mitbegründer des Unternehmens
Wirtschaft und Kunst erweitert und
der Initiative Grundeinkommen
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Mittwoch
27. September |
20.30 | Kuratorium
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Grundeinkommen
ein Bürgerrecht
Grundeinkommen, ein Bürgerrecht
wie das Wahl- und Stimmrecht? Es ist bedingungslos,
steht jedem Menschen zu, ob arm oder reich, ein
Leben lang in existenzsichernder Höhe. Es
unterliegt keiner Bedürftigkeitsprüfung
noch erhebt es eine Leistungsverpflichtung.
Vortrag und Gespräch mit:
Sascha Liebermann,
Frankfurt/M, Doktor der Soziologie, Mitbegründer
der Initiative Freiheit statt Vollbeschäftigung,
Dozent an der Universität Dortmund
Margit Appel,
Wien, Politologin und Mitarbeiterin der Katholischen
Sozialakademie, Netzwerk Grundeinkommen
und sozialer Zusammenhalt
Moderation:
Enno Schmidt
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Donnerstag
28. September |
20.30 | Halle
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Grundeinkommen
ein Grund zum Kommen
Wie geht es Ihnen?
Aufführung:
Ein Kabarett zum Grundeinkommen mit dem Trio Birkenmeier-Vogt-Birkenmeier
Anschließend Gespräch über das
Grundeinkommen mit Felicitas
Vogt, Sibylle
und Michael
Birkenmeier und Gästen.
Warum werden Zuschauer eigentlich nicht
angemessen entlöhnt? Mit
einem Grundeinkommen auskommen? Schon mal mit
950 Franken im Monat son bisschen Freiheitsgefühl
entwickelt? Den Arbeitsbegriff neu gebildet? Hamse?
Ein Grundeinkommen für jeden? Einfach so?
Schon der bloße Gedanke ist die reine Provokation!
Und bald wird klar: Die liegt nicht auf der ökonomischen
Ebene, sondern viel tiefer. Unserem Wertesystem
wird der Boden unter den Füssen weggezogen?
Es stürzt sich das Kabarett-Trio in die logischen
und psycho-patho-logischen Abgründe von Mehrwert
und Minderwert.
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Freitag
29. September |
20.30 | Kuratorium
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Arbeiten
aber anders
Innovationsworkshop - Grundeinkommen erleben mit:
Alfred Meister,
Schaffhausen, Unternehmer und Berater für
Innovations-Organisation
Irma Birchler,
Zürich, Filmemacherin
Ein Anstoß zum Umdenken. Erfinden Sie Ihre
Arbeit neu!
Stellen Sie sich vor, Ihre Existenz ist durch
ein Grundeinkommen minimal aber lebenstauglich
gesichert. Sie haben die Freiheit, Ihre Arbeit
und Ihr Verhältnis zur Arbeit im Gesamtzusammenhang
neu zu denken, lange gehegte Pläne unter
diesem Aspekt neu zu erwägen und mit neuen
Ideen Herausforderungen anzugehen. Und dies im
realen Umfeld von Gesellschaft, Staat und Wirtschaft.
Was wird anders, was wird möglich?
Wir alle sind mehr oder weniger geprägt von
der Vorstellung, arbeiten zu müssen zum Broterwerb.
Wenn sich unser täglich Brot mit unseren
Fähigkeiten und Vorlieben decken könnte,
wenn das Umfeld unserer Arbeit unseren sozialen
Vorstellungen entspräche, wenn wir hören
könnten, was die Welt braucht, wenn wir Zeit
hätten für das Interesse an der Welt
...
Wir möchten nach einer Einführung mit
Ihnen in einzelnen Gruppen entwickeln, was Grundeinkommen
dazu beitragen kann. Haben Sie eigene Vorstellungen
und Ziele? Spielen Sie Ihre Rolle. Oder wählen
Sie eine andere aus. Wir haben ein Set von Rollenangeboten
vorbereitet; realistische Szenarien von Angestellten,
Unternehmern, Ein- und Aussteigern mit dem Joker
Grundeinkommen. Neue Wege? Neue Aufgaben. Fachleute
helfen als Mentoren und Berater. Grundeinkommen
erleben. Ein Planspiel mit der Lust auf Zukunft.
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Samstag
30. Oktober |
20.30 | Goetheanum
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Veranstaltungshinweis
Grundeinkommen für
jeden Herausforderung für Europa?
Eine Podiumsdiskussion in
Dornach, veranstaltet von der sozialwissenschaftlichen
Sektion am Goetheanum, u.a. mit Christoph Koellreuter,
Götz Werner, Götz Rehn, Benediktus Hardorp,
Michael Bockemühl, Matthias Spielkamp, Ulrich
Rösch, Gastgeber: Paul Mackay
Das vollständige Programm des Zukunftskongresses
vom 29.09. 01.10. finden sie unter:
www.goetheanum.org/vk.html
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Sonntag
01. Oktober |
20.30 | Kuratorium
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Filmnacht
Haben Sie schon einmal Filme
über das Grundeinkommen gesehen?
Sonntagabend ist Filmnacht mit interessanten,
amüsanten Filmen zum Grundeinkommen.
Wir haben Menschen auf der Straße gefragt,
was sie von einem Grundeinkommen halten. Wir haben
Interviews geführt mit Personen aus Wissenschaft,
Politik, Wirtschaft und Kultur. Wir haben Veranstaltungen
zum Grundeinkommen aufgezeichnet in der Schweiz
und in Deutschland und zeigen turbulente, erhellende
und profunde Passagen, die weiterdenken lassen.
grundeinkommen.tv
ist das erste Programm zum Grundeinkommen. Wir
möchten damit der Textflut über das
Grundeinkommen etwas Sinnliches beigeben, die
Debatten an den verschiedenen Orten verbinden,
Meinungen aufspüren, recherchieren und informieren
und dies im deutschsprachigen Raum im Medium Film
zur Verfügung stellen. Für die Filmnacht
warten wir mit einer Auswahl der aufschlussreichsten
Sequenzen auf. Sie werden überrascht sein
von Szenarien, Fragen und Erklärungen und
sich doch darin wiederfinden.
Seit Mai diesen Jahres ist www.grundeinkommen.tv
online, jederzeit anzuschauen und in ständiger
Erweiterung.
www.grundeinkommen.tv
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Montag
02. Oktober |
15.00 - 16.30 | Kuratorium
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Grundeinkommen
eine Mehrwertvergütung
Suchen wir eine Finanzierungsmöglichkeit
für ein Grundeinkommen? Oder ist es umgekehrt
so, dass ein sachliches Steuersystem das Grundeinkommen
zur Folge hat?
Benediktus Hardorp hat ein Steuersystem ausgearbeitet,
das Herstellungsprozesse und Konsum deutlich unterscheidet,
das am Ende der Wertschöpfungskette steht
und erst beim Konsum teilt in Staatsanteil und
Eigennutz. Der Vorschlag ist allein für sich
geistreich und ergibt das Grundeinkommen als aktiven
Steuerfreibetrag, als bürgerrechtliche, initiativefördernde
Mehrwertvergütung der Leistungsgesellschaft
an alle.
Die freie Idee eines zeitgemäßen Steuersystems
steht hier am Anfang, nicht ein abhängiges
Zusammensuchen möglicher Geldquellen für
ein Grundeinkommen.
Wie stimmig ist die Idee? Wie kann ich sie verstehen?
Seminar mit:
Dr. Benediktus Hardorp,
Mannheim, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.
Die Einführung der Mehrwertsteuer in Deutschland
(1967/68) erfolgte durch sein Mitwirken. Jetzt
schlägt Dr. Hardorp vor, alle Steuern, die
gesamte Staatsquote, in der Mehrwertsteuer/Konsumsteuer
sichtbar zu machen.
Bitte Anmeldungen an:
info@initiative-grundeinkommen.ch
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Montag
02. Oktober |
20.30 | Halle
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Wie
kann Grundeinkommen finanziert werden?
Grundeinkommen soll kein
Armengeld sein, keine Notdürftigkeit, keine
Ausgrenzung. Wie muss die Finanzierung aussehen?
Kann man es überhaupt finanzieren? Und wenn
ja, warum tun wir es nicht? All unsere gesellschaftlichen
Verhältnisse sind von Menschen gemacht und
können von uns auch anders gemacht werden
wenn wir es denn sinnvoll finden. Dass
es zu wenig Geld gäbe, soll also keiner meinen.
Dr. Benediktus Hardorp stellt sein Modell einer
Konsumsteuer vor, die alle anderen Steuern enthält,
den Staatsanteil transparent und ein Grundeinkommen
logisch macht.
Prof. Dr. Reiner Eichenberger bringt seine Kompetenz
für oder gegen das Modell ein, zeigt Schwächen,
Stärken, vielleicht auch Alternativen.
Anschließend Publikumsgespräch.
Podiumsdiskussion mit:
Dr. Benediktus Hardorp,
Mannheim, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Prof. Dr. Reiner Eichenberger,
Fribourg, ordentlicher Professor für Finanzwissenschaft
an der Universität Fribourg, Forschungsdirektor
von CREMA (Center for Research in Economics, Management
and the Arts) und Permanent Visiting Research
Fellow am Institut für Empirische Wirtschaftsforschung
der Universität Zürich
Moderation:
Enno Schmidt
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Dienstag
03. Oktober |
20.30 | Halle
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Unternimm
die Zukunft!
In Deutschland hat die Debatte
um ein Grundeinkommen ihren neuen Wert bekommen
durch das Auftreten von Götz Werner. Den
guten Riesen nannte ihn die taz
unlängst. Es heißt, in keinem Unternehmen
würde den Mitarbeitern so viel Vertrauen
und Entscheidungsraum gegeben, wie in Werners
Drogeriemärkten. Ein Unternehmer also steht
an der Spitze der Grundeinkommensdebatte in Deutschland.
Und das mit Aussagen, wie diesen:
Die Zeiten sind vorbei, dass wir im Schweiße
unseres Angesichts das Brot verdienen müssen.
Der Mensch hat die fünfte Schöpfung
geschaffen, nämlich die Maschinen. Ich kann
das Gerede um die Schaffung neuer Arbeitsplätze
kaum mehr hören. Die Wirtschaft ist keine
sozialtherapeutische Beschäftigungsveranstaltung.
Kein Unternehmer geht in seinen Laden und fragt
sich: Wie schaffe ich neue Arbeitsplätze?
Er fragt sich: Wie kann ich möglichst effizient
produzieren und wie rationalisieren, wie kann
ich das Optimale für meine Kunden schaffen?
Die Aufgabe der Wirtschaft, abgesehen von der
Güterproduktion, ist es, die Menschen von
der Arbeit zu befreien. Wir leben in paradiesischen
Zuständen. Die Frage ist, wie wir es fertig
bringen, allen Menschen den Zugang zu dem zu ermöglichen,
was die Gesellschaft hervorbringt. Dieses magische
Schauen auf Arbeit macht uns alle krank. Hartz
IV ist offener Strafvollzug. Es ist die Beraubung
von Freiheitsrechten. Es quält die Menschen,
zerstört ihre Kreativität ...
Vortrag und Gespräch mit:
Prof. Götz Werner,
Stuttgart, Gründer und Leiter der dm Drogeriemärkte,
Inhaber des Lehrstuhles am Institut für Entrepreneurship
an der Universität Karlsruhe
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Mittwoch
04. Oktober |
20.30 | Halle
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Grundeinkommen
ein Zeitspiegel
Das Grundeinkommen bündelt Zeitfragen, weil
es sich auf das Leben der Menschen bezieht, und
fächert sie auf in neue Chancen, in unterschiedliche
Stränge gesellschaftlicher Entwicklung. Es
berührt die Themen der Zeit und ist eine
Basis für Veränderungen.
Wir stellen drei brisante Bücher dieses Jahres
vor, die Zustand und Zukunft von Gesellschaft
beleuchten.
Lesungen und Autorenlesungen mit Publikumsgespräch:
Jelle van der Meulen,
Publizist, Köln, liest aus seinem neuen Buch
Herzwerk
Enno Schmidt
liest aus dem neuen Buch von Wolf Lotter Verschwendung
Adrienne Goehler,
Kuratorin der Hauptstadtkulturfonds Berlin, ehemalige
Senatorin für Wissenschaft, Forschung und
Kultur, liest aus ihrem neuen Buch Verflüssigungen
Supplement:
Sebastian Gronbach,
Redakteur der Zeitschrift Info3 und inmedia, liest
zwischen den Zeilen, aktuell, spirituell, informell
aus Zeitungen des Tages
Bücherhinweise:
Jelle van der Meulen, Herzwerk, über die
Lüge, den Abgrund
und die Liebe, Urachhaus Verlag 2006
Wolf Lotter, Verschwendung, Wirtschaft braucht
Überfluss
die guten Seiten des Verschwendens, Hanser Verlag
2006
Adrienne Goehler, Verflüssigungen, Wege und
Umwege
vom Sozialstaat zur Kulturgesellschaft, Campus
Verlag 2006
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Donnerstag
05 . Oktober |
20.30 | Kuratorium
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Grundeinkommen
- Kultureinkommen
Kultur ist wie wir denken, leben, arbeiten, was
wir ermöglichen. Kultur ist nicht das Sahnehäubchen
für Bildungsbürger und nicht die Nische
des Kulturbetriebs. Kultur ernährt die Wirtschaft.
Welche Kultur haben wir, wollen wir, brauchen
wir, welche trauen wir uns zu? In der Kultur hat
die Kunst ihr Refugium. Auch ihr Gefängnis?
Podium mit:
Heinrich Gartentor,
Thun, Kulturminister der Schweiz
Brita Polzer,
Zürich, Kuratorin und Autorin zu Kunst und
Gesellschaft
Adi Blum, Luzern,
Musiker, Theaterautor, Veranstalter
Veronika Sellier,
Leiterin des Larc, Romainmôtier, Migros-Kulturprozent
Georg Darvas,
Dornach, Direktor neues Theater am Bahnhof
Bettina Dieterle,
Basel, Schauspielerin
Stefan Heinrich Ebner,
Berlin, Künstler
Dieser Abend genießt die freundliche Unterstützung
von Migros-Kulturprozent.
Moderation:
Enno Schmidt
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Freitag
06 . Oktober |
20.30 | Kuratorium
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Geschichten
vom Geld
Goldgruben und Teufels Küche - wahre
Märchen und schöne Geschichten übers
Geld.
Die Erzählerinnen Julia Klein aus Bremen
und Micaela Sauber aus Hamburg haben ein Programm
über Geldgeschichten zusammengestellt. Einmal
auszupacken, worüber öffentlich meist
nicht gesprochen wird, ist ihnen ein besonderes
Vergnügen. Wahre, erstaunliche und komische
Begebenheiten erfahren Sie ebenso, wie Sie traditionellen,
mündlich überlieferten und spät
aufgeschriebenen Erzählungen von großer
Weisheit lauschen.
Erzählungen:
Micaela
Sauber und Julia
Klein
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Samstag
07 . Oktober |
20.30 | Kuratorium
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Alle
Fragen zum Grundeinkommen
Und wer macht dann die Drecksarbeit?
Ist das Grundeinkommen nur als Binnenmodell tauglich?
Würden dann noch mehr Flüchtlinge hier
Asyl suchen? Ab welchem Alter sollte man das Grundeinkommen
erhalten? Der Untergang der Leistungsgesellschaft?
Können wir uns das im internationalen Wettbewerb
leisten? Was habe ich davon? Meine Frau/mein Mann
bekommt das auch? Muss ich dann nicht mehr arbeiten?
Würden die Unternehmen ihre Produktionsstätten
in die Schweiz verlagern? Hätten kleine,
spezialisierte Unternehmen eine bessere Chance
auf dem Weltmarkt? Brächte das Grundeinkommen
eine höhere gesellschaftliche Lebensqualität?
Wie könnten die ersten Schritte für
eine Einführung des Grundeinkommens aussehen?
Wer macht das? Wie sieht eine Zukunft ohne Grundeinkommen
aus? Was sagen die PolitikerInnen zum Grundeinkommen?
Gibt es eine Volksinitiative dazu?
Open-Space:
Daniel Häni,
Enno Schmidt
und Gäste
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Grundeinkommen
Forum | täglich
15.00 - 18.00 | Kuratorium
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Grundeinkommen Forum
Das Grundeinkommen ist mehr
ein Weg als ein fixes Ziel.
Es bewegt und eröffnet neue Zugänge
zu wichtigen Themen. Dadurch können Kompetenzen
und Menschen über die gewohnten politischen,
beruflichen und weltanschaulichen Grenzen hinweg
in einen Austausch kommen.
Neben den spezifischen Veranstaltungen
wird die Initiative Grundeinkommen
im Kuratorium für 12 Tage ihr Aktionsbüro
installieren. Das ist ein schöner Raum, angrenzend
zur grossen Halle des Kaffeehauses im unternehmen
mitte, mit Sicht auf den Rümelinsplatz. Dort
können Sie täglich ab 15:00 Uhr lesen,
Filme von grundeinkommen.tv schauen, sich informieren,
Kaffee trinken, ins Gespräch kommen, da sein.
Im Grundeinkommen Forum
stehen Daniel Häni und Enno Schmidt sowie
wechselnde Gäste für Fragen und Anregungen
zur Verfügung.
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Grundeinkommen
denken | 5./6./7.10/
17.30 - 18.30 | Kuratorium
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Grundeinkommen denken
Drei mal eine Stunde zur
Philosophie und Psychologie des Grundeinkommens.
Wie hat sich die Idee des Grundeinkommens in der
Geschichte gezeigt? Was ist eine Utopie? Was hat
Geld mit Glauben zu tun? Wie wirkt Grundeinkommen
auf die Seele? Warum haben wir oft zwei Menschenbilder
eines von uns selbst und eines von den
Anderen? Wieso halten wir gesellschaftlich für
unmöglich, was wir persönlich richtig
finden? Warum tun wir so, als wären wir knapp
bei Kasse, wo doch Waren im Überfluss da
sind?
Seminar mit:
PD Dr. Andreas Brenner,
Philosoph, Universität Basel
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