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1.
In jeder Gesellschaft, die über die
Vorausetzung verfügt, allen ihren Mitglieder
das Lebensnotwendige zu sichern, ist Grundeinkommen
finanzierbar. Voraussetzung dafür ist der
politische Wille, basierend auf einer breiten
demokratischen Willensbildung.
2.
Die Sicherheit eines Grundeinkommens würde
Flexibilität abfedern, selbstbestimmtes Entscheiden
ermöglichen, Kreativität freisetzen
und somit wirtschaftliche Entwicklung von unten
ermöglichen.
3.
Grundeinkommen könnte nachhaltiges
Wirtschaften unterstützen und ein Element
wirtschaftlichen Umbaus unter Schonung nicht erneuerbarer
Ressourcen sein.
4.
Grundeinkommen soll die materielle Sicherheit
von Frauen verstärken und ihre Freiheit in
der Wahl ihrer Lebensentwürfe vergrössern.
Die Sicherheit und die Bedingungslosigkeit des
Grundeinkommens erhöht die Verhandlungsmacht
von Frauen im privaten Bereich und am Arbeitsmarkt.
Margit
Appel
Erwachsenenbildnerin
Katholische Sozialakademie Österreichs
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1.
"Das Ziel des erweiterten Kunstbegriffs ist
die Befreiung der Arbeit.
2.
Auf Einkommen besteht ein Menschenrecht.
Die Menschen haben bestimmte materiell zu erfüllende
Bedürfnisse, Existenzminima, auch darüber
Hinausgehendes. Und das steht ihnen zu, unabhängig
von dem, was sie hervorbringen.
Aus einem Interview im Spiegel
Nr. 23/1984
3.
"Hier ist die Schwelle, die ich kennzeichnen
will als das Ende der Moderne, das Ende aller
Traditionen. Wir werden gemeinsam den sozialen
Kunstbegriff entwickeln als ein neugeborenes Kind
aus den alten Disziplinen.
Aus einem Gespräch
mit Michael Ende, 1985
4.
"La rivoluzzione siamo noi. [Bild]
1972
Joseph Beuys
Berühmtester deutscher Künstler des
20. Jahrhunderts
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Dir
gehört nur, was du geben kannst.
Dr. Stefan Brotbeck
Philosoph, Basel
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1.
Ein Grundeinkommen gewährt allen Menschen
eine verlässliche Grundsicherung: nicht nur
jenen, die das Grundeinkommen vorübergehend
oder ständig als einzige Einkommensquelle
und materielle Grundsicherung in Anspruch nehmen,
sondern auch der Zweifellos viel grösseren
Zahl derer, die ihr Einkommen überwiegend
aus Erwerbsarbeit beziehen. Denn auch sie sind
von der unmenschlich modernen Angst bedroht, mitten
im allgemeinen Reichtum ins Elend abzustürzen.
2.
Ein Grundeinkommen würde die Berufswahl
gerade junger Menschen entkrampfen, sie müsste
nicht nur unter dem Zwang einer zukünftigen
Einkommenssicherung erfolgen. Die Chancengleichheit
in der Berufswahl würde erhöht werden.
Herwig Büchele, 1986
Professor für Sozialethik an der theologischen
Fakultät der Universität Innsbruck
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Im
Zeitalter der dritten industriellen Revolution
ist die Vorstellung, jeder könne ein Leben
auf Erwerbsarbeit aufbauen, anachronistisch geworden.
Wolfgang Engler , Soziologe
Aus dem Buch: Bürger, ohne Arbeit,
Für eine radikale Neugestaltung der Gesellschaft
Aufbau Verlag, 2005 Berlin
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Nein,
es ist kein Drama, dass uns jene Arbeit ausgeht,
die lange Zeit auch Last und Fron bedeutet hat.
Ein Drama wird daraus, wenn wir nicht den Mut
aufbringen, daraus die richtigen Schlüsse
zu ziehen. Und wenn wir die Chance verpassen,
aus einer Arbeit, die mit zunehmendem Wohlstand
zur unliebsamen Unterbrechung der Freizeit degenerierte,
eine sinnstiftende Tätigkeit zu machen.
Gabriele Fischer
Chefredakteurin brand eins
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1.
Sicher würden viele Leute gerne für
ein oder zwei Monate nicht arbeiten. Die allermeisten
würden aber dringend darum bitten, arbeiten
zu dürfen, selbst wenn sie nichts dafür
bezahlt bekämen.
2.
Mit den ökonomisch orientierten Forschungsarbeiten
auf dem Gebiet des garantierten Einkommens für
alle müssen auch noch andere Forschungen
betrieben werden: psychologische, philosophische,
religiöse und erziehungswissenschaftliche.
Erich Fromm
1966, aus: Psychologische Aspekte zur Frage
eines garantierten Einkommens für alle
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Es
wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
und Zuckererbsen nicht minder.
Heinrich Heine
Aus: Deutschland, Ein Wintermärchen
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Erst
wenn dieses Diktat der Erwerbsarbeit gebrochen
ist, kann wirkliche Emanzipation stattfinden,
kann ein Zustand erreicht werden, in dem der Mensch
wirklich Mensch sein kann (...). Möglich
wäre es, alle Menschen vom Zwang zur Erwerbsarbeit
zu befreien die verbleibende Frage ist
deshalb, ob es wünschenswert und politisch
durchsetzbar ist. Sollte die Frage bejaht werden,
so ist dieses Ziel meines Erachtens am Besten
mit einer Sozialdividende als allgemeinem steuerfinanzierten
Grundeinkommen zu erreichen.
Jens-Eberhard Jahn
Aus; Mühe und Muße,
Grundsicherung, Grundeinkommen, sozialökologischer
Umbau der Gesellschaft
Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, 2003
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"Wir
wollen die Verfügungsgewalt über das
eigene Leben - und nicht nur über die Produktionsmittel,
wie die alte Linke es forderte.
Katja Kipping
*1978, Stellvertretende Parteivorsitzende der
PDS, Dresden
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Wir
könnten über eine Art Grundeinkommen
nachdenken.
Horst Köhler
Deutscher Bundespräsident
Aus einem Interview im Spiegel am 29.12. 2005
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Das Recht auf Wohlstand
ist die soziale Revolution, das Recht auf Arbeit
ist günstigstenfalls ein industrielles Zuchthaus.
Peter Kropotkin
Anarchist, 1918
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