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Das
Konzept ist bestechend einfach: Ein Grundeinkommen
ist ein bedingungsloser staatlicher Transfer,
den alle Mitglieder einer Gesellschaft erhalten.
Ob arm oder reich, ob alleine lebend, in einer
Wohngemeinschaft oder Ehe, ob einer Erwerbsarbeit
nachgehend oder eine solche suchend, ob in Ausbildung,
ob durch Familien- oder Eigenarbeit engagiert:
Jede und jeder erhält das gleiche Grundeinkommen.
Rolf Küttel
Soziologe, Zürich |
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1.
Wenn die Arbeit etwas Schönes und Erfreuliches
wäre, hätten die Reichen sie nicht den
Armen überlassen.
Paul Lafargue
Schwiegersohn von Karl Marx
2.
Drei Stunden Arbeit am Tag reichen!
Paul Lafargue
Schwiegersohn von Karl Marx |
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Nicht wird der Mensch
durch Arbeit zum Menschen, sondern durch seine
Anerkennung als Zweck an sich in einem Gemeinwesen
und in der Familie. Das Gelingen des Prozesses
der Sozialisation vom Kind zum Erwachsenen entscheidt
sich daran, ob ein Kind genau diese Anerkennung
erfährt. Sie ist es, woran sich Selbstvertrauen
bildet.
Sascha Liebermann
Dr. phil. Soziologe,
Mitbegründer der Initiative Freiheit
statt Vollbeschäftigung |
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Die
Automation ist Segen, nicht Fluch. Sie ist höchst
erfolgreich, wenngleich die Auswirkungen im alten
Sozialsystem nicht mehr ankommen können.
Denn die Quelle des alten Sozialstaates war Arbeit,
die man in Geld tauschte. Heute wird Arbeit durch
technologischen Fortschritt immer mehr überflüssig;
Erträge und Profite entstehen dadurch, dass
wir arbeiten lassen. Warum ist es so schwer, daraus
die richtigen Schlüsse zu ziehen?
Wolf Lotter
Redakteur für Schwerpunkt und Entwicklung
in "brand eins" |
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| Louise Elisabeth
de Meuron |
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Syt
dr öpper oder nämet dr Lohn?
Louise Elisabeth de Meuron
† 1980, sie war eine bekannte aristokratische
Persönlichkeit in Bern,
die als die eigenwillige Madame de Meuron das
"alte Bern" verkörperte
und als die letzte echte Patrizierin galt |
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Wussten
Sie übrigens, dass der Kanton Basel-Stadt
im Jahre 2003 trotz wirtschaftlich schwierigen
Zeiten mehr Geld für den Abbau der Schulden
eingesetzt hat als für die Sozialhilfe?
Urs Müller
Fraktionschef des Grünen Bündnisses
im Basler Grossen Rat
Ausgebildeter Lebensmittelverkäufer und Sozialarbeiter |
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1.
Die Folge wäre, dass am Arbeitsmarkt
der Kern aller Freiheit, nämlich die Freiheit
Nein zu sagen, zur Geltung gebracht würde.
2.
Alle Bürger, nicht alle Arbeitenden
und nicht alle Armen, sondern alle Bürger
haben einen Anspruch, wie alle Bürger auch
einen Anspruch auf Grundschulausbildung und auf
Polizeischutz und Zugang zu Gerichten haben, das
ist ganz selbstverständlich, das sind ja
auch kostspielige Dinge.
Claus Offe, Sozialwissenschaftler
Ab 1995 Professor für Politikwissenschaft
an der Humboldt-Universität in Berlin.
Seit seiner Emeritierung im Frühjahr 2005
gehört er zum Professorium der Hertie School
of Governance Berlin |
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1.
Durch ein Grundeinkommen soll das Beschäftigungsargument
zugunsten gesellschaftlich schädlicher Produktion
gelockert und das Problem der Arbeitslosigkeit
an der Wurzel angegangen werden.
2.
Die Menschen wollen arbeiten und zwar aus
zwei Gründen. Zum einen wollen die meisten
Menschen mehr Geld als nur das Grundeinkommen.
Zum anderen wollen die Menschen ihre Fähigkeiten
einsetzen, weil nur das Glück bringt.
Prof. Michael Opielka, Sozialwissenschaftler
Professor für Sozialpolitik an der Fachhochschule
Jena
und Geschäftsführer des Institut für
Sozialökologie in Königswinter |
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1.
Grundeinkommen ist realistisch und kühn
zugleich. Es ist die beste Art um sicher zu gehen,
dass die, die wirklich in Not sind, ein Minimum
an Existenzmitteln erhalten. Darüberhinaus
unterstützt es Arbeit und generell Aktivität.
Aber nicht um jeden Preis.
2.
Grundeinkommen bedeutet nicht die Arbeit
aufzugeben.
Im Gegenteil es ist die Möglichkeit,
dass die Leute wieder aktiv werden.
Philippe van Parijs
Professor in Harvard sowie Louvain/Belgien
und Mitbegründer des weltweiten Netzwerkes
für ein bedingungsloses Grundeinkommen, B.I.E.N. |
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In
der Schweiz verfügen 3% der privaten Steuerpflichtigen
über gleich viel Vermögen wie die Übrigen
97%.
Aus Reichtum in der
Schweiz. Porträts, Fakten, Hintergründe
Ueli Mäder, Elisa Streuli, Rotpunktverlag
2002 |
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Das
garantierte Mindesteinkommen würde einen
bedeutsamen kulturellen Umbruchprozess einläuten:
es würde Unternehmer, Gewerkschaften und
Staat als primäre Sinngebungsinstanzen verabschieden
und die Zukunft ein wenig mehr als bisher in die
Hände der Leute legen.
Thomas Schmid
Herausgeber des vielbeachteten Buches:
Befreiung von falscher Arbeit
1984, Wagenbachs Taschenbücherei |
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Der
Unterschied zwischen Himmel und Hölle?
In der Hölle ist der Tisch reich gedeckt,
alles was beliebt ist da, nur das Besteck
ist über
einen Meter lang: es ist unmöglich zu essen!
Im Himmel ist alles genau gleich, nur geben
sich alle gegenseitig das Essen mit dem langen
Besteck.
Sufi-Legende
Aus dem Volksmund |
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Dass niemand mehr
arbeiten will, wenn niemand mehr arbeiten muss
das ist ohnehin ein kleinbürgerliches
Vorurteil.
Markus Schneider, Journalist
Weltwoche, Herbst 1990 |
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