Ich könnte mein Leben mit meinem wahren ICH führen. Endlich raus aus dieser Maske, die einem die Gesellschaft indirekt anlegt.
Ein jeder kennt die Frage, wenn er einen anderen bekannten Menschen triff: "Na wie geht's?". Erfahrungsgemäß sagt jeder "Gut". Es wird Zeit, dass wir uns aufhören selber zu belügen.
Solch eine Frage beantworte ich nicht mehr mit dieser Lüge, sondern Frage denjenigen, ob er es wirklich wissen wolle und etwas Zeit aufwenden kann, um mir zu zuhören. Es interessiert jedoch niemanden, weil die meisten Ihre eigenen Sorgen haben, obwohl viele die gleichen Sorgen mit sich tragen.
Ich würde durch ein geregeltes Grundeinkommen zumindest in der Lage sein, die Frage nach meinem befinden auch mit "Gut" beantworten zu können.
Ich könnte endlich ich sein - mich selber verwirklichen, anstat den ganzen Tag irgendwelchen gesellschaftlichen Grundsätzen hinterher zu jagen, die man einem voraus setzt, da man ansonsten nicht bestehen kann.
Die Sorgen, die mir täglich durch den Kopf gehen, die mich im Schlaf begleiten und an meinen Nerven nagen, wären aufgehoben.
Eine Entfernung der inneren Unruhe, würde mir ein ganz anderes Lebensgefühl geben. Mit Negativen Aspekten bräuchte ich mich nicht mehr beschäftigen und könnte mich auf die positiven Aspekte konzentrieren.
Dem Auftreten der neuen Volkskrankheit "Depression" würde man sich entgegen stellen können.
Ich würde in meinem aktuellen Lebensabschnitt, wesentlich zügiger vorankommen als es gegenwärtig möglich ist.
Faul war ich eigentlich nie, jedoch erlebe ich im aktuell herrschendem System eher, dass es einfacher ist einen zu demotivieren, anstatt einen zu beflügeln.
Mit einem gesicherten Grundeinkommen, ohne das riesen Kasperletheater drum herum, würde ich bereits einen ganz anderen Lebensabschnitt bestreiten können. Einen besseren, zufriedeneren und vor allem einen gesünderen.
Christian Jerominski (*1980), selbst. Programmierer im ALG II Bezug, Berlin